Dunkel

Ich wollt du fändest auch in mir die Vase
..auch in mir das Wasser
(..und das Licht)

(Oh)
Kleine lustre Aster
Zier nicht deiner Blätter
Kleiner grüner Stengel
Zeig ruhig deine Blüte.

Direkt möcht ich in meine Brust dich betten, zwischen Fleisch und Rippen, dass du trinken kannst, dich stecken, satt und glücklich.

(Ach)
Dunkel lila Aster
Krümm nicht deine Blätter
Kleiner harer Zweig
Brich deine Blüte nicht.

So wünscht ich mir die Augen tränend
Und bat meine Hände wund
Bei Nebel, Schnee und Sturm und Regen

Doch keiner kam und legte dich, in meinen lang schon ausgedorrten trocknen Mund, damit man dich dort finden kann, wenn dann das Messer endlich kommt, nachdem auch ich auf einen Tisch gewuchtet, mit Holzwolle gefüllt und wie ein Paket geschnürt wurde, für eine besonders lange Reise,
als letzten Gruß.
(Ehre oder Trost?)

So bleibst du wohl am Wegesrand
Und beglückst im Leben
Und Ich, Ich streife fern der Straße
Durch den Nebel.

(Ja..)
Zierlich lichte Aster..
Ich hätt gewollt wir fänden zueinander.

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Dunkel

END.

End. (fəˈnalē B)

Du schreitest durch die Tür
wie ein Eroberer in Kriegsmontur,
nimmst dir den Raum
und trägst das Weiß von unbeflecktem Kampf.

Für das Schlachten gerüstet
trittst du bald zu mir hin.
(Deine Augen – zwei Speere)
(Dein Mund voller Messer)

Und spießt dabei ins Herze mein
mit deinem Schmunzeln mir,
dringst gleichsam derart ungeniert
dort in den Spalt zwischen Lust und Einsamkeit
als wärs nicht viel.
So stehst du aufrecht überlegen wie der Endboss meiner Sinne
hier im Kampf um Sehnsucht und Zerbrechlichkeit mir gegenüber.
Doch, wie jeder. andere. Gegner.. ..voller Fehler.
und offener Schwächen,
die Muster dieser versteckend hinter einem einstudierten Lächeln
und den fast einprogrammiert wirkenden Gebärden Phrasen und Bewegungen – einer Fassade aus Gebrüll, Show, Angriff wie Verteidigung.

Dich zu durchschauen ist jedoch so einfach
wenn man einmal schon gegen dich verloren hat.
Was bringt dir nun der Sieg wenn du nicht Sieger bleiben kannst?
Denn wie viele andere auch bleib ich nicht liegen dar
gänzlich nieder geschlagen,
stattdessen reite ich lieber so lang und oft
mit Lanze und Schwert gegen dich an
bis ich dich bezwungen hab und hinter mir lassen kann
– ehrlich gesagt will ich das Streiten
um der Erfahrung Willen auch gar nicht vermeiden 😀

Doch wenn ich weiter reisen muss weil du nichts kennst
außer Pfeilen Fremder in der eignen Brust
und oder den von dir erschlagnen Feinden
niedergestreckt zu deinen Füßen
-dem Wechselspiel aus Jäger und Gejagtem-
sag was tust du dann?
Greifst du den nächsten Spieler an um aufs neue zu gewinn´n
und letztlich daraufhin in teils bittrem Mühen
doch nur wieder zu verliern (?)
wenn auch dieser dich durchschaut oder aufgegeben hat?

Du, Ich sags wies is:

Ohne Partner kein Kampf, kein Versöhnen,
keine Chance auf zweisammes Erwach´n.
Bitch, du musst dich ändern (!)
und das Endboss-sein-wollen hinter dir lass´n.

END.

Näher nah [ihr/sein]

Wann war das letzte Mal, dass du dem einen nah warst?
Dem einen Menschen auf der Brust lagst und dabei so nah warst, als würdest du direkt auf [sein]em Herzen liegen?
Na.. wann war das?
Mit Blicken habt ihr euch geküsst
(Blüten zart auf Rosenhaut)
Und während deine Augen über [sein]e Wange strichn, habt ihrs beide dann versprochn,
dem andern wie euch selbst,
kein andres Herze mehr zu brechn, und nur noch mit einander teiln zu wolln:
Das Frühstück und das Bett, das Bett und euer Leben (wie auch dieses nur mit Glück und Liebe noch zu schmücken).

Näher nah [ihr/sein]

O.T.

__hab doch mein ganzes Leben nur nach dir gesucht
und dich wohl nicht gefunden,
nur jetzt wirkt meine Haut schon schaal.
Ein Kokon um meine Hüften..
doch du
wirkst leicht, spielend, klar
–pause– und durchsichtig,
so schön wie buntes Glas..
…wie eine dieser fancy Murmeln__
Klhirrrrrkling klingkling kling fällst du zu Boden und springst auf und nieder, fröhlich, heiter.
Und du rollll__
schhhhrrrr
(rollst
zu meinem Fuß.

O.T.

Sommerregen

Wolken brechen,
reisen auf.
Und plötzlich prasselt um uns nieder Regen warmer Schauerguss –
Dir ins Gesicht, und auf die Beine
mir auf die Arme und die Brust
perln Aderströme sinnlich wild,
fliesend sanft
auf Haut und Fingerspitzen,
über Stirn und Lider Lippen Kinn,
bis der Rest um uns verschwimmt,
und nur wir zwei noch übrig bleiben.
Du, Mein Atem,
Ich, dein Blick.

O, der Sturm in deinen Augen
kündet inniges versinken an,
bald innen, wie außen..
in tobendem Wellen und Rauschen
im Tosen und Schwappen
in klitschnassen Sachen
mit rhythmischen Lauten,
bis zum Zittern und Lachen
nach heisernem Schnaufen,
auf Picknicktischplanken.
((Ertrunken dort))
Im Drücken im Wiegen
Schwippen wie Schieben
(in leibigem Fließen)
bis wir uns auf diesen
völlig vertiefend ineinander ergießen.

Ja, der Sturm in deinen Augen,
kündet inniges Versinken an..

Bald innen, wie außen.
In tobenden Wellen

Im Rauschen.

Sommerregen

O.T.

Da steht man nun
Ohne den andern
An einer Backsteinfassade
Die Fenster vermauert.
Mit einer Rolle Zewa
Als letztem Freund
Oder sind es Briefe
Die man sich selbst schreibt,
Abschiedstücher
Die man der Vergangenheit schwenkt
Nachdem die Sirene zum Gruß tönt?
Mehrmals.
Man hat es verpasst.
(Good Bye – liebe Tränen,
im Spülwasser findet wenigstens ihr eure Heimat.)

O.T.

Froschkönigin ruft heut zum Ball

(Im Saale auf und ab)

– Pitsch Patsch –

(Gehüllt in feinste Wellen, fliesend seiden)

››Nun, wie stehts mit Ihnen, werter Tiger,
sind Sie zum Tanz bereit?‹‹

– Plitsch Platsch –

(Zwei Schritte auf ihn zu)

› Oh, Ihr wisst ich bin euch mehr als allen andern hier verbunden,
doch Vorsicht(!) Fräulein Froschprinzessin, nicht dass davon
etwas auf die Kleider tropft, auf mein prächtig schönes Fell und die guten Schuh. ‹

››Dein glänzend schönes Fell und die guten Schuh?‹‹
(Es war als hätt sie sich verhört)
››Die halten mehr noch aus, als dieses bischen Feuchtnis(!)
Es stammt ja nicht aus Lefzen, glasklar schäumend,
sondern aus dem Herzen, blutrot und noch warm.‹‹

(Ihre Lippen – geschürzt zu Pfeilspitzen, ein Funkeln in den Augen)
(Sein Blick – dem Boden nah, verlegen und recht schüchtern)

› Ach, wärens nur die Schuhe! Dreck und Schmutze, ach.
Neinleider ist es andres gar, als bloße Sorge um das Fell
und Stoffe meiner Tracht.

Ich fürchte Ihrerdeiner Unversehrtheit,
wenn mich der Rausch erstmal erfasst.
Ich fürchte, dass der erste feuchte Tropfen schon
meinem Raubtierherzen jägertrieben lacht.
Den Augen winkt, (roter Schimmer,)
Mund und Zunge zwinkert, (schwere Süße warmer Glanz.)
Der Duft, in seiner ganzen Fülle, in mich dringt
über Nase, Luft und Lunge, direkt bis zum Verstand(!)

..wodurch ich diesen wohl verlöre
und zur Bestie werden würde.

Das ists was mich sorgend macht,
Jawärens nur die Schuhe, ach. ‹

Und wie ein harter, bitter kalter Winterfrost
stob und fuhr dabei so manch ein Wort
in sie hinein, durch sie hindurch –
und auch das Funkeln seiner Augen stach,
während er versunken fast im Rausche sprach,
in Ihre, tief und eindringlich.

Vor Schreck also erstarrt stand gläsern sie desswegen da,
alswie die wechselblütge Fröschin die sie eben war
ohne Krone oder Zepter.
Derart verletzlich, zierlich, zart,
dass der Moment, wohl vor Schame oder Höflichkeit(?) beim Anblick ihrer barst.

Und so ward nimmermehr hernach Bericht, was als nächstes wirklich dann geschehen ist.

(..ob sie vielleicht vor seinem Tigerblick ängstlich gar nach hinten
flicht(?) rückwärts tritt, stolpert, kippt – selbst vielleicht sogar zerbirst, zerbricht?
..oder sie nach vorne wankt und fällt – in warme pfoten weich, woraufhin sein Katzenatem, pferdenüsternheiß,
den steifen Körper Ihrer‘ gleich von Eis wie furcht befreit.
..jaoder ists am Ende jene Raubtierlust, die, neu entfacht von Ihrem Duft, Ihrem lieblichen Geruch, der über seine Sinne in sein Bestienhirne rinnt, Ihm Verstand samt Klarheit nimmt, sodass, vor Hunger völlig Blind, er sie in einem Stücke kurzerhand verschlingt?)
.
Ein Anfang – viele Enden.

Und was meint ihr ist wohl passiert?


Stark Inspiriert durch Dialoge mit: Kommvorzone

Aus denen ich mir in Übereinstimmung etwas (Z11;13-15) geborgt habe.

Vielen Dank =)

Froschkönigin ruft heut zum Ball

Kentern

Gold rinnt Honig lacht
Der Morgen spreizt die Beine
Den Fisch im Herz
Die Perle in der Hand
So beug ich mich zu dir herab –
Warme Feuchte meiner Lippen
Tropfen meiner Zunge
-Du-
Glitzern meiner Augen
Wenn sanftes Zittern stumm in Wonne
Glück verheißend Rippen sprengt.

O breite deine Hüften aus
Auf Laken wie auf einem Meer
Von leichtem Wellendruck umspült
Entfalte Hüft um Hüfte nun
Auf jenem Seidenriff

Sanftem Druck erlegen
Brechen jene Becken Meerestiefen gleich
Von Wellen zarten Tuches lend umspült
Dem Drucke einer Flut ergeben
Bald in Gischt und Schaum versunken
Der Brandung dann entgegen.

Kentern