Kelch

Pes

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Gute Herzen – Zinnfiguren;
Butterbrot die schlechten.
Worte – Gold und Silber, früher.
Heute nur noch schmuck –
bedeutungslose hippe Sticker
für die Brust.
Du klebst sie an,
Sie glänzen helle.
———Fling!———
Du gehst zwei Schritt.
(Sie fallen ab)
Nichts bleibt zurück.

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Kelch

Näher nah [ihr/sein]

Wann war das letzte Mal, dass du dem einen nah warst?
Dem einen Menschen auf der Brust lagst und dabei so nah warst, als würdest du direkt auf [sein]em Herzen liegen?
Na.. wann war das?
Mit Blicken habt ihr euch geküsst
(Blüten zart auf Rosenhaut)
Und während deine Augen über [sein]e Wange strichn, habt ihrs beide dann versprochn,
dem andern wie euch selbst,
kein andres Herze mehr zu brechn, und nur noch mit einander teiln zu wolln:
Das Frühstück und das Bett, das Bett und euer Leben (wie auch dieses nur mit Glück und Liebe noch zu schmücken).

Näher nah [ihr/sein]

O.T.

__hab doch mein ganzes Leben nur nach dir gesucht
und dich wohl nicht gefunden,
nur jetzt wirkt meine Haut schon schaal.
Ein Kokon um meine Hüften..
doch du
wirkst leicht, spielend, klar
–pause– und durchsichtig,
so schön wie buntes Glas..
…wie eine dieser fancy Murmeln__
Klhirrrrrkling klingkling kling fällst du zu Boden und springst auf und nieder, fröhlich, heiter.
Und du rollll__
schhhhrrrr
(rollst
zu meinem Fuß.

O.T.

Sommerregen

Wolken brechen,
reisen auf.
Und plötzlich prasselt um uns nieder Regen warmer Schauerguss –
Dir ins Gesicht, und auf die Beine
mir auf die Arme und die Brust
perln Aderströme sinnlich wild,
fliesend sanft
auf Haut und Fingerspitzen,
über Stirn und Lider Lippen Kinn,
bis der Rest um uns verschwimmt,
und nur wir zwei noch übrig bleiben.
Du, Mein Atem,
Ich, dein Blick.

O, der Sturm in deinen Augen
kündet inniges versinken an,
bald innen, wie außen..
in tobendem Wellen und Rauschen
im Tosen und Schwappen
in klitschnassen Sachen
mit rhythmischen Lauten,
bis zum Zittern und Lachen
nach heisernem Schnaufen,
auf Picknicktischplanken.
((Ertrunken dort))
Im Drücken im Wiegen
Schwippen wie Schieben
(in leibigem Fließen)
bis wir uns auf diesen
völlig vertiefend ineinander ergießen.

Ja, der Sturm in deinen Augen,
kündet inniges Versinken an..

Bald innen, wie außen.
In tobenden Wellen

Im Rauschen.

Sommerregen