Birnen 2

Die Birnen glänzen deinem Herzen alte Krusten.
Hut wohin? ..vom Kopfe nicht, ich bitte drum.

So stark der Stamm am Waldesrand, zwischert mir der Sänger.
Ein Lied von Ferne, fremdem Schmerz, bis mir bald die Brust
zerplatzt.

Regenfeuchter Wind im Spiel, auf Stirn und Augenliedern,
auf meinen Kleidern, wie auch dort wo wir erlagen,
liebestrunken völlig frei, der Sommernacht die sternen war
und waren..

Heiß durch Bein und Zunge
Eingedrungen reine Wonne
Inniglich in einem Sinne
Schreie singen süß im Winde

(Finger greifen dir, weil Finger fassen müssen, an,
greifen weil sie wissen wollen, in die Augen, in das Blau,
in den Verstand, stoßen, wie du wohl geschaffen bist,
in deine Brust, im Innern, während warm, du als Frau
ich als Mann, das Eisenrot, weich geschmeidig,
auf der Haut und meinen Fingern, nun dein Herz, fließt und flut,
aufgebrochen saftig schön, auf der Lichtung, anzusehn.)

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Birnen 2